Cloud, On-Premise oder Hybrid?

Inhaltsverzeichnis

Die Zukunft von ERP

AdobeStock 358337160 - GUS-OS Suite - GUS Deutschland

Big Data, künstliche Intelligenz (KI) oder Process Mining haben schon lange den Buzzword-Status überwunden und prägen inzwischen maßgeblich die aktuellen Entwicklungen im Bereich Business-Software. Doch längst nicht alle aktuellen Technologietrends sind für ERP-Systeme gleichermaßen relevant. So dürften zum Beispiel Blockchain oder Virtual Reality in der nächsten Zeit nur in Randbereichen eine Rolle spielen. Auch wenn es dafür interessante und etablierte Anwendungsfälle (z.B. Krypotwährung, Spiele) gibt, wird ihr betriebswirtschaftliches Nutzenpotenzial in Kombination mit ERP​ als recht gering eingeschätzt.

Anders sieht es vor allem auch beim Thema „Cloud“ aus. Denn die Cloud eignet sich prinzipiell sehr gut als Betriebs- und Serviceplattform für ERP-Lösungen, bei der sich auch zusätzliche Cloud-Services mit einbinden lassen. In diesem Fall fungiert die Cloud als Integrationsplattform. Eine weitere Möglichkeit ergibt sich aus dem Skalierungspotenzial der Cloud: So kann die temporäre Rechenleistung für das Training von KI-Modellen in Unternehmensanwendungen hinzugeschaltet werden.

Sind vor Ort gehostete ERP-Lösungen deshalb ein Auslaufmodell? Die folgenden drei Thesen zeigen auf, wohin die Reise derzeit geht und worauf es dabei ankommt.

Modelle - GUS-OS Suite - GUS Deutschland
Abbildung 1: Die Qual der Wahl: ERP OnPremise, Hybrid oder Cloud/ SaaS

1. On-Premise ERP-Lösungen reichen schon jetzt oft nicht mehr aus

Viele der heutigen Geschäftsszenarien lassen sich mit den klassischen ERP-Suiten nicht mehr abbilden: Immer mehr Drittsysteme, der nahtlose Datenaustausch mit Kunden und Partnern sowie sich schnell ändernde Marktanforderungen führen dazu, dass monolithische Architekturen aus dem lokalen Rechenzentrum nicht mehr in die heutige Zeit passen. Vielmehr ist es die digitale Vernetzung über Unternehmensgrenzen hinaus, die mittlerweile den Takt angibt. Hinzu kommen immer neue Cloud-Lösungen: Die meisten KI- oder IoT-Lösungen zum Beispiel werden mittlerweile in Form von Cloud-Services angeboten.

2. Offene Schnittstellen sind das A und O

Es gibt nach wie vor gute Gründe, ein ERP-System nicht in die Cloud zu verlagern. Sei es aus Datenschutzgründen, aufgrund von Spezialfunktionen z.B. zur Maschinensteuerung oder aus Performancegründen (beispielsweise reicht die Bandbreite am Standort für die Produktionssteuerung nicht aus). Doch auch im Cloud-Zeitalter werden On-Premise ERP-Systeme nicht obsolet – insofern sie das Zusammenspiel zwischen der eigenen Plattform und datenbasierten Cloud-Services, aber auch anderen Drittsystemen möglich machen. Zudem wird die Business-Welt komplexer und vernetzter. Daher nimmt die Anzahl der Systeme, mit denen man Daten austauschen muss, zu. Dementsprechend muss das jeweilige ERP-System über offene Schnittstellen verfügen, die eine sichere Vernetzung über Systemgrenzen hinweg gewährleisten. Konkret: Technologische Standards wie zum Beispiel REST (Representational State Transfer) sind ein Muss, da sie über Schnittstellen den Austausch von Daten auf verteilten Systemen ermöglichen. Denn wer seine bestehende Systemlandschaft optimal integrieren möchte, benötigt Anbindungen zwischen einer oder mehreren Cloud-Plattformen und bestehenden On-Premise-Installationen.

3. Hybride Architekturen als Königsweg?

grafik 1 - GUS-OS Suite - GUS Deutschland
Abbildung 2: GUS OS Suite Digital Hub: Hybride Möglichkeit zur Anbindung von On-Premise-Systemen mit der Außenwelt

Um die Stärken von ERP-Systemen mit den heutigen Anforderungen des vernetzten Unternehmens miteinander zu verbinden, bieten sich hybride Architekturen als Lösung der Wahl an. Mit ihnen kann das Kern-ERP-System weiter auf eigenen Servern, bei einem Colocation-Anbieter oder in einer (privaten) Cloud laufen, aber auch gezielt um zusätzliche Cloud-Services angereichert werden. Aber auch umgekehrt: Einzelne Services des ERP-Systems wie zum Beispiel die Auftragserfassung oder die Auskunft über Produktverfügbarkeiten lassen sich für Kunden und Geschäftspartner verfügbar machen – z.B. auf deren digitalen Plattformen.
Der Charme dabei: Die Unternehmen behalten mithilfe des hybriden Ansatzes einerseits die volle Kontrolle über ihre Daten und die IT-seitige Abbildung ihrer Kernprozesse. Und zusätzlich profitieren sie dank der Cloud von der Vernetzung ihrer bestehenden IT mit externen Partnern und Systemen – vor allem mit Blick auf Skalierbarkeit, Flexibilität, Datenschutz, Sicherheit und einer einfachen Öffnung hin zu Drittsystemen.

Hybrides Modell - GUS-OS Suite - GUS Deutschland
Abbildung 3: GUS-OS ERP „Hybrides Modell“

Die GUS Group kennt und begleitet zahlreiche Anwenderunternehmen aus der Prozessindustrie, die den hier skizzierten drei Leitlinien folgen. Natürlich tun sie das in erster Linie, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben und mit ihrer technologischen Basis fit für die Zukunft zu bleiben. Der hybride Ansatz ermöglicht zudem etwas anderes: ein pragmatisches Vorgehen, welches das Rad nicht komplett neu erfindet – und somit auch vor allem mittelständischen Unternehmen gerecht wird, die in der Regel gerne einen Schritt nach dem anderen machen (dafür aber schnell(er) sind). Moderne Cloud-Lösungen, die mit dem ERP-Kernsystem beim Unternehmen vor Ort integriert sind, erlauben diesen schrittweisen Übergang. 

Ob On-Premise, Hybrid oder Cloud: Mit der GUS Group an Ihrer Seite haben Sie die freie Wahl. 100 % flexibel und investitionssicher. Denn wir werden auch in Zukunft alle drei Modelle für Sie vollumfänglich unterstützen.

Weiterführende Links

Diesen Beitrag teilen

Share on facebook
Share on twitter
Share on xing
Share on linkedin

Kontakt aufnehmen

Sie haben Fragen oder benötigen weitere Informationen? Zögern Sie nicht uns zu kontaktieren. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Die GUS-OS Suite

Die GUS-OS Suite ist rund um qualitätsorientierte Prozesse entwickelt worden. Mehr als 40 Jahre Best Practice sind in dieser umfassenden ERP-Unternehmenslösung zusammengefasst. Unser Fokus liegt auf der Prozessindustrie: Die Qualitätsprozesse der Branchen PharmaMedizintechnikChemieKosmetikNahrungs- und Genussmittel sowie Logistik werden durchgängig in der GUS-OS ERP abgebildet und gesteuert.

GUS-OS Digital Hub

Der GUS-OS Digital Hub ist ein cloudbasierter Dienst, der es Ihnen ermöglicht, ganz individuell die Prozesse Ihrer GUS-OS ERP auch außerhalb Ihres Unternehmens zugänglich zu machen. Binden Sie Zulieferer, mobile Mitarbeiter und sogar Maschinen und IT-Systeme in Ihre ERP-Umgebung ein. 

Mit der leicht verständlichen Benutzeroberfläche der Web-App haben Sie auch von unterwegs überall alles im Griff – schnell, übersichtlich und flexibel.

Neueste Beiträge

ERP und Resilienz für Pharma und Chemie

ERP und Resilienz für Pharma und Chemie

Bisher kam die Chemie- und Pharmaindustrie vergleichsweise glimpflich durch die COVID-19-Pandemie. Während im Frühjahr 2020 laut Verband der Chemischen Industrie (VCI) noch 40 Prozent der deutschen Chemieunternehmen einen starken Auftragsmangel meldeten, waren es im ersten Quartal 2021 nur noch 18 Prozent. Denn oft hat sich die Nachfrage lediglich in Richtung anderer oder neuer Produkte verlagert.

Weiterlesen »
GUS-OS Suite automatisiert die Kennzeichnung von Lebensmitteln

GUS-OS Suite automatisiert die Kennzeichnung von Lebensmitteln

Die Lebensmittelinformationsverordnung der EU fordert und regelt ausreichend gekennzeichnete Lebensmittel, um Verbraucher zu schützen. Diese Kennzeichnung automatisiert nun die GUS-OS Suite, die ERP-Lösung der GUS Group. Das neu designte Modul „GUS-OS Produktdatenmanagement“ trägt alle relevanten Informationen zur Produktdeklaration automatisiert zusammen und berechnet sie.

Weiterlesen »